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Schillers Gourmetreisen » Theater/Oper

Die Spielzeit 2017/18: 70 Jahre Komische Oper Berlin – 70 Jahre Zukunft Musiktheater

                                                                              10 Premieren zum runden Geburtstag, darunter 2 Wiederbegegnungen mit Titeln legendärer Felsenstein-Produktionen, 2 Uraufführungen und 4 Musiktheater-Meilensteine des 20. Jahrhunderts Vor 70 Jahren gründete Walter Felsenstein die Komische Oper als einen Ort, an dem sich Musiktheaterschaffende nicht einfach auf die reiche Operntradition verlassen, sondern sie hinsichtlich ihrer Aktualität und Zukunftsfähigkeit immer wieder aufs Neue befragen. Auch in der Jubiläums-Spielzeit 2017/18 setzen Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky und die Geschäftsführende Direktorin Susanne Moser mit ihrem Team diesen Anspruch wieder in einem vielfältigen Programm um – mit besonderen Akzenten zum 70. Geburtstag. Von Barockoper über Operette … Den ganzen Artikel lesen »

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Theatertreffen 2017: 3sat-Preis für Milo Rau

Milo Rau, Schweizer Regisseur, Theaterautor, Essayist und Wissenschaftler, erhält den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis für seine Inszenierung „Five Easy Pieces“. Ein mutiges, die Zuschauer*innen herausforderndes Stück über das Leben und die Verbrechen des Belgiers Marc Dutroux, nachgestellt von Kindern zwischen 8 und 13 Jahren. Auf verschiedenen Ebenen thematisiert „Five Easy Pieces“ den Missbrauch oder die Instrumentalisierung von Kindern für die Bedürfnisse von Erwachsenen. Seit 1997 vergibt 3sat als Medienpartner des Berliner Theatertreffens alljährlich den 3sat-Preis für eine künstlerisch innovative Leistung an eine/n oder mehrere Künstler*innen aus dem Kreis der eingeladenen Ensembles. Bisherige Preisträger*innen waren unter anderen Herbert Fritsch, Sandra Hüller und Christoph Schlingensief. „Den belgischen Mädchenmörder und Sadisten Marc Dutroux zum Gegenstand eines Theaterstücks zu machen und dafür überwiegend Kinder auf die Bühne zu stellen, ist in der Tat eine Kühnheit. … Den ganzen Artikel lesen »

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‚Faust‘ in der Berliner Volksbühne

Castorf verabschiedet sich mit monumentaler „Faust“-Inszenierung Eine Ära geht zu Ende: Frank Castorf verabschiedet sich nach 25 Jahren als Intendant der Berliner Volksbühne. In seiner letzten Inszenierung gibt es das typische Chaos – und Seitenhiebe gegen seinen Nachfolger. Von Christine Dössel, Berlin  (Süddeutsche Zeitung) Es ist das Ende einer Theater-Ära: Frank Castorf verabschiedet sich nach 25 Jahren als Intendant der Berliner Volksbühne. „Faust“, sehr frei erzählt nach Goethe, ist seine letzte große Inszenierung an dem Haus, bevor der umstrittene Museumsmann Chris Dercon es im Sommer übernimmt. Bei der Premiere am Freitagabend drängelte sich ein Publikum, das sich der historischen Ereignishaftigkeit des Abends sehr bewusst war. Und das am Ende – weit nach Mitternacht, nach einer siebenstündigen Aufführung mit nur einer Pause – ausgiebig jubelte. Vor Begeisterung, vor Freude und auch vor Erschöpfung. Wie ist … Den ganzen Artikel lesen »

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Zum Tod von Inge Keller

Sie war die diensthabende Gräfin der DDR Von Reinhard Wengierek            Quelle   Die Welt Sie spielte halt: Inge Keller war die Eliza Doolittle am Berliner Ku’damm, die Iphigenie am Deutschen Theater und eine Aristokratin in der DDR. Nun ist die große Schauspielerin gestorben. Ein Nachruf. Ein Gesicht so hoch. Vom unteren Zeitungsrand bis ganz oben, und in der Mitte zwei Riesenpunkte. Zwei den Betrachter durchdringende Augen, fragend, allwissend. Dazu Lippen: breit, aufreizend, abweisend. Mit Spott im Mundwinkel. Ein wahrlich erhabenes Antlitz: hellwach und doch seltsam von Müdigkeit umhaucht. Streng und sanft zugleich. Eine einzige Irritation, dieses sehr aus üblicher Art schlagende Titelblatt der DDR-Fernsehillustrierten, das wir uns einst – noch in Schwarz-Weiß – an die Wand pinnten. Und nach Jahrzehnten noch im Hirn haben. Es war ein Rollenfoto: … Den ganzen Artikel lesen »

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Zum Tod von Inge Keller

Auszug aus der Reportage von Jürgen Schiller  ‚Max 100′ das Deutsche Theater in Berlin Deutschlandradio Kultur 26.12. 2005   Regie    Take 22  (Fortsetzung Theaterrundgang  mit Barbara Schnitzler( hin zu ihrer Garderobe und der Garderobe ihrer Mutter, Inge Keller)/ direkt daran: Inge Keller          Regie   Take 23   Inge Keller Keller: das ist ein Glücksgefühl für mich, denn was gibt es Wesentlicheres für einen Schauspieler, wenn er die Stafette weiterreichen kann – und ich kann die Stafette in gute Hände geben, bei meiner Tochter – das ist ein großes Glück und ich bin sehr, sehr froh, dass sie sich hier in meiner Garderobe, in der ich 55 Jahre sitze, diese Garderobe selber sich erobert hat, das macht mich glücklich Schi Inge Keller, die große alte Dame des deutschsprachigen Theaters. In der Garderobe nach einer … Den ganzen Artikel lesen »

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Zum Tod von Inge Keller

Trauer um Berliner Schauspielerin              Inge Keller stirbt im Alter von 93 Jahren Quelle: Deutschlandradio Die Schauspielerin Inge Keller ist tot. Sie starb am Montag im Alter von 93 Jahren in Berlin. Sie galt als Grande Dame des Deutschen Theaters und war zudem in vielen DEFA-Filmen zu sehen. Das Deutsche Theater in Berlin war ihr großes Zuhause – über viele Jahrzehnte gehörte die Schauspielerin Inge Keller zum Ensemble des Hauses in der Berliner Stadtmitte. Nun ist sie im Alter von 93 Jahren in Berlin verstorben. Zur Zeit des geteilten Deutschlands galt Keller wegen ihrer vornehmen Haltung und ihrer feinen Sprache als „diensthabende Gräfin der DDR“. Bereits mit 19 Jahren gab die im bürgerlichen Friedenau aufgewachsene Fabrikantentochter ihr Debüt auf der Bühne, wurde sehr schnell am Deutschen Theater engagiert und war in … Den ganzen Artikel lesen »

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Deutsches Theater Berlin im März

Das Deutsche Theater im März mit zwei Premieren und zahlreichen weiteren Veranstaltungen wie die Salon- und Gesprächsreihe. Am Freitag, dem 17. März hat Tod eines Handlungsreisenden in der Regie von Bastian Kraft (Besuch der alten Dame, Biografie: Ein Spiel) Premiere im Deutschen Theater. In Arthur Millers Drama träumte Willy Loman einst vom ganz großen Glück, von Erfolg, Ruhm und Anerkennung. 36 Jahre reiste er als Handelsvertreter durch die Lande. Als ihn der neue, junge Chef feuert, gerät Willy Loman in eine existenzielle Sinnkrise. Tod eines Handlungsreisenden ist eine Gesellschaftstragödie und die Geschichte eines Identitätsverlustes: Loman wird zum Opfer des bedingungslosen amerikanischen Traums von Erfolg und finanziellem Wohlstand. Es spielen Harald Baumgartner, Linda Blümchen, Ruby Commey, Olivia Grigolli, Moritz Grove, Jürgen Huth, Camill Jammal, Benjamin Lillie, Ulrich Matthes und Timo Weisschnur. Am Samstag, … Den ganzen Artikel lesen »

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Theaterpreis Berlin 2017 an Herbert Fritsch

Für seine außerordentlichen Verdienste um das deutschsprachige Theater zeichnet die Stiftung Preußische Seehandlung Herbert Fritsch mit dem Theaterpreis Berlin 2017 aus. Die Entscheidung über die Auszeichnung traf die Preisjury, der die Intendantin des Schauspielhauses Zürich, Barbara Frey, der Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, Wilfried Schulz und die Theaterkritikerin Eva Behrendt, sowie mit beratender Stimme der Intendant der Berliner Festspiele, Dr. Thomas Oberender, angehören. In der Jurybegründung heißt es: „Bei mir dürfen die Schauspieler all das machen, was ihnen schon auf der Schauspielschule verboten wurde, hat Herbert Fritsch einmal lächelnd behauptet (…). Nach einer Schauspielerkarriere von Heidelberg an die Berliner Volksbühne der 90er und Nuller Jahre befreit der frühere Castorf-Protagonist in seiner zweiten Lebensrolle als Regisseur seit nunmehr zehn Jahren seine Schauspieler*innen zum hemmungslosen Grimassieren, kunstvollen Chargieren und haarsträubender Slapstickakrobatik (…). Im Zentrum seiner … Den ganzen Artikel lesen »

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Friedrich-Luft-Preis 2016

Die besten Inszenierungen des Jahres Friedrich-Luft-Preis 2016: Neun Inszenierungen sind für den Theaterpreis der Berliner Morgenpost nominiert. Und alle sind noch zu sehen Von Stefan Kirschner, Katrin Pauly  (Berliner Morgenpost)  2016 war ein gutes Theaterjahr. Neun Inszenierungen sind für den Friedrich-Luft-Preis nominiert. Hier die Anwärter auf den Theaterpreis der Berliner Morgenpost im Überblick vor. Alle Arbeiten sind noch zu sehen. Den Gewinner will die Jury Anfang Februar 2017 küren. Marat/Sade Was ist schon eine Revolution, ohne schmissige Moderation, fragt die Conférencière (Anita Vulesica) und schmeißt sich ran ans Publikum auf dem Steg, der in den Saal führt. Okay, bei Peter Weiss geht der Satz etwas anders, er fragt sarkastisch: Was ist schon eine Revolution ohne allgemeine Kopulation? Stefan Pucher hat das 1964 uraufgeführte Stück, das wegen des bandwurmartigen Titels gern auf „Marat/Sade“ verkürzt wird, am Deutschen … Den ganzen Artikel lesen »

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Purcells ‚King Arthur‘ in der Berliner Staatsoper

Als erste Premiere im Jahr 2017 zeigt die Berliner Staatsoper am 15. Januar Henry Purcells Semi-Opera »King Arthur« in einer Inszenierung von Sven-Eric Bechtolf und Julian Crouch, die damit ihr Debüt an der Berliner Staatsoper geben. Die musikalische Leitung der Akademie für Alte Musik Berlin übernimmt Barock-Experte René Jacobs, der damit seine 24. Produktion an der Staatsoper realisiert und erstmals am Haus Musik von Purcell dirigiert. Im Zentrum der Handlung steht der Gründungsmythos des britischen Inselreiches, der vor allem um die Geschichten vom legendären König Arthur kreist: Arthur muss England vor den einfallenden Sachsen verteidigen, die wie eine Naturgewalt über das Land hereinbrechen. Auch Arthurs Liebesglück ist in Gefahr, denn der Sachsenkönig Oswald erhebt Anspruch auf seine Braut, die blinde Emmeline. Sowohl Arthur als auch Oswald werden in ihrem Kampf von Magiern … Den ganzen Artikel lesen »

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