Am 9. Februar hob sich zum achten und letzten Mal der Vorhang für La Bayadere mit dem Berliner Staatsballett. Das Bühnenbild, in jeder Szene ein AHA- Moment, entführte in eine exotische Traumwelt, zum Handlungsort nach Indien. Mit Tempeln und Palästen, in warmen Braun – und Gelbtönen gehalten, schaffte es Jérôme Kaplan (Bühne/ Kostüme) die passende Stimmung für das Liebesdrama zu erzeugen:
Die Tempeltänzerin Bayadére Nikia (Polina Semionova, Anna Ol, Ksenia Ovsyanick), die Solor (Alejandro Virelles, Daniil Simkin, Marian Walter) liebt, der aber bereits Gamsatti (Yolanda Correa, Evelina Godunova, Aurora Dickie), der Tochter des mächtigen Radschas als Ehemann versprochen ist. Es entspannt sich ein Liebesdrama in unbeschreiblichen Sphären mit opulenten Farben und Kotümen – in einer Traumwelt.
Alexei Ratmansky hat das Petipa-Ballett „La Bayadère“ von 1877 rekonstruiert und mit ergänzender Choreographie auf die Berliner Bühne gebracht. Der international bedeutende Choreograph inszenierte dieses Ballett in einer besonders aufwändigen Produktion. Durch seine Rekonstruktion bekam das klassische Ballett in seiner ursprünglichen Form von Marius Petipa, dem Urvater des klassischen Balletts, opulenten Raum. Die Besetzungen der Hauptpartien (Ksenia Ovsyanick, Marian Walter und Aurora Dickie) begeisterten mit ihrer tänzerischen Performance. Ungewöhnlich muteten im ersten und zweiten Akt die fast pantomimische Ausdruckssprache. Eine große Besetzung der Berliner Companie mit ihren Tänzern und Tänzerinnen sowie Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Ballettschule Berlin betanzten die Bühne in Liebes, -Hochzeits- oder Todestanz-Scenen. Atemlose Stille und ergriffene Begeisterung erfasste den Saal, als die 32 Schatten in einer perfekten Synchronität in Solor’s Opiumrausch erscheinen.
Unter neuer Leitung in der Berliner Staatsoper rückte mit La Bayadere das klassische Ballett wieder in den Vordergrund. Eine Herausforderung für manche Besucher im Haus unter den Linden, da sie sich an ursprüngliche Bewegungs- und Schrittfolgen, Tanz- und Ausdrucksformen neu annähern mussten.
Jetzt darf man auf Kommendes der Berliner Companie gespannt sein, auf die erste Kreation für das Staatsballett Berlin unter der Leitung Johannes Öhman „van Dijk | Eyal“.
Premiere 15. 02.2019
Weitere Termine 10.03.2019, 15.03.2019, 01.04.2019, 11.04.2019, 14.04.2019, 30.05.2019, 01.06.2019
alle Fotos: Virelles © Fine Art photography by Yan Revazov, Advertising photographer Winner of IPA international photography award 2016, Photo Shoot Award 2017, ND Awards Photo Contest 2016, Finalists for the Broadcast TV talent Competition SKY ART Masters of Photography, which was guided by the jury of Oliviero Toscani, Jason Bell, David LaChapelle, Bruce Guildon.